Privatsphäre

Der Mann, der Reiche verschwinden lässt

täuschen. Seine Kunden: Reiche, die untertauchen wollen – darunter auch Schweizer.

Sie wollen nicht gefunden werden? Vergessen Sies. Frank M. Ahearn spürt jeden auf. Der US-Amerikaner war der erste, der Monica Lewinsky ausfindig machte, nachdem ihr Verhältnis mit Bill Clinton bekannt geworden war. Sein Trick: Er gab sich als Lieferant aus, der der Praktikantin aus dem Weissen Haus ein Paket bringen wollte.

Mehrere tausend Personen spürte der 49-Jährige in fast zwanzig Jahren auf – von Michael Jackson und Paris Hilton bis hin zu Betrügern, Verbrechern und Politikern. Er arbeite als sogenannter «Skip Tracer» für das FBI, Banken, Versicherungen oder für die Boulevardpresse. Im Internet wird er wegen seiner Erfolge als Legende gefeiert.

Neue Identität für ein paar Tausend Dollar

Vor wenigen Jahren wechselte Ahearn die Seiten. Seither sucht er nicht mehr Menschen, sondern hilft ihnen zu verschwinden. Zu seinen Klienten gehören auch Schweizer – und zwar viele, wie Ahearn sagt. Der 1. Schritt: Er nimmt ihnen Bank- und Kreditkarten sowie Handy weg. Der 2. Schritt: Er streut Falschinformationen über sie.